Im Fokus
Ziel der Energie-Geschäftsreise ist es, die Sichtbarkeit deutscher Unternehmen aus der grünen Wasserstoffwirtschaft zu erhöhen und Potenziale für Geschäfts- und Koorperationspartnerschaften in Dänemark zu ermitteln. Dabei wird es den teilnehmenden Unternehmen ermöglicht, ihr konkretes Geschäftspotenzial einzuschätzen, sowie erste Geschäftsanbahnungsgespräche zu führen.
Im Rahmen eines Business Breakfasts präsentieren sich die deutschen Unternehmen vor einem ausgewählten dänischen Fachpublikum. Kurze Impulsvorträge, Unternehmenspitches, moderierte Diskussionen und Networkinggelegenheiten ermöglichen den direkten Austausch mit relevanten Stakeholdern. Die Unternehmen können in individuellen B2B-Gesprächen zudem konkrete Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit dänischen Akteuren erkunden.
Hintergründe
Die Rahmenbedingungen für den Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft sind in Dänemark besonders günstig. Grundlage ist die hohe Verfügbarkeit erneuerbarer Energien, vor allem aus der Windkraft: 2025 stammten bereits 84 % des verfügbaren Stroms im westdänischen Übertragungsnetz (DK1) aus erneuerbaren Quellen.
Mit zusätzlichen Offshore-Windkapazitäten - darunter der Windpark Thor ab 2027 und weitere ausgeschriebene Projekte mit insgesamt 2,8 GW ab 2032 - soll die Stromproduktion weiter steigen. Gleichzeitig erhöhen wetterabhängige Erzeugungsformen den Bedarf an Flexibilität und schaffen gute Voraussetzungen für Power-to-X und grünen Wasserstoff.
Der dänische Wasserstoffmarkt befindet sich am Übergang von Planung und Erprobung zur ersten Skalierung. Aktuell bestehen rund 106,5 MW Produktionskapazität; die nationale Energiebehörde prognostiziert bis 2030 etwa 2,7 GW. Ein wesentlicher Treiber ist die geplante deutsch-dänische Wasserstoffpipeline.
Mit dem Ausbau von Produktion und Infrastruktur steigt die Nachfrage nach Elektrolyseuren und spezialisierten Komponenten entlang der Wertschöpfungskette. Gefragt sind unter anderem Transformatoren, Ventile, Rohrsysteme, Kühlung, Kompressoren, Sensorik sowie Sicherheits- und Cybersecurity-Lösungen.
Lokale Anwendungspotenziale liegen insbesondere in der Herstellung von e-Fuels für Schifffahrt und Luftfahrt sowie in Chemie und Düngemittelproduktion. Für die Speicherung bestehen langfristig gute geologische Voraussetzungen in nordjütländischen Salzkavernen; mittelfristig wächst zudem der Bedarf an Zwischenlagern, etwa an Häfen und Flughäfen.
Geschäftschancen
Basierend auf den genannten Voraussetzungen sind in Dänemark folgende deutsche Technologien besonders gefragt:
- Lösungen für Wasserstofftransport und Gasinfrastruktur einschließlich Netzanschluss
- Sensor-, Mess- und Überwachungstechnik für Wasserstoffanlagen und -infrastruktur
- Hocheffiziente Elektrolysetechnologie, insbesondere lastflexible Systeme
- Sicherheits- und Cybersecurity-Lösungen für Anlagen und kritische Infrastruktur
- Brennstoffzellen und H2-Anwendungen sowie Lösungen für Wasserstoffderivate im Transportsektor
- Balance-of-Plant-Komponenten für Elektrolyseanlagen (u.a. Transformatoren, Kühlung, Kompressoren)
- Wasserstoffgeeignete Komponenten wie Tanks, Druckventile und Rohrsysteme
- Wasserstoffspeicherlösungen einschließlich Zwischenlagerung an Häfen und Flughäfen
- Projektierung, Anlagenbau und Energieberatung für Wasserstoff- und Power-to-X-Projekte
Das erwartet Sie
Die Energie-Geschäftsreise unterstützt Sie mit ihren verschiedenen Modulen dabei, den Markt und seine Besonderheiten zu verstehen sowie relevante Geschäftskontakte in Dänemark zu knüpfen.
- Zielmarktanalyse mit Profilen der Marktakteure: Teilnehmende erhalten eine eigens angefertigte Studie über Rahmenbedingungen und konkrete Geschäftschancen in Dänemark sowie eine Beschreibung und Kontaktdaten der für die Branche wichtigen Unternehmen, Institutionen, Organisationen, Behörden und deren Entscheidungsträgerinnen und -träger.
- Business Breakfast: In einem kompakten Fachformat in Kopenhagen präsentieren die teilnehmenden Unternehmen ihre Lösungen vor einem ausgewählten dänischen Fachpublikum. Impulsvorträge, Unternehmenspitches, moderierte Diskussionen und Networking schaffen direkte Anknüpfungspunkte zu relevanten Entscheidungsträgern.
- Kooperationsgespräche: Kernstück der Energie-Geschäftsreise sind die individuelle Kooperationsgespräche mit potenziellen Partnern in ganz Dänemark. Diese werden von der AHK Dänemark maßgeschneidert nach Ihren Wünschen organisiert und von qualifiziertem zweisprachigem Personal begleitet.
Teilnahme & Kosten
Diese Energie-Geschäftsreise ist Teil des Förderprogramms der Exportinitiative Energie. Abhängig von der Unternehmensgröße fallen folgende Eigenbeiträge für die Teilnahme an der Energie-Geschäftsreise an
De-minimis-Beihilfen
Bei dieser Maßnahme fallen De-minimis-Beihilfen von bis zu maximal 4.650 € netto an. Details zu den De-minimis Beihilfen entnehmen Sie bitte den Teilnahmebedingungen.
Die Exportinitiative Energie
Diese Energie-Geschäftsreise ist Teil des Förderprogramms der Exportinitiative Energie und wird von der Deutsch-Dänischen Handelskammer / AHK Dänemark in Zusammenarbeit mit energiewaechter durchgeführt.
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