Besteuerung ausländischer Praktikanten und Lehrlinge

Das dänsiche Finanzamt hat die geltenden Besteuerungsprinzipien ausländischer Praktikanten und Lehrlinge sowie ausländischer Studenten im Rahmen eines Anwendungserlasses angepasst und präzisiert.

Nach nationalem Recht haben Personen aus dem Ausland, die sich zu Ausbildungszwecken in Dänemark aufhalten, die Möglichkeit, die unbeschränkte Steuerpflicht erst nach 365 Tagen Aufenthalt in Dänemark, bei einem Gesamtzeitraum von 2 Jahren, eintreten zu lassen. Normalerweise beginnt die unbeschränkte Steuerpflicht mit Einrichtung eines Wohnsitzes und dem Aufenthalt im Land.

Entscheidend für die Anwendung des § 8 Abs. 2 Quellensteuergesetz ist es, dass der Aufenthalt in Dänemark zu Studienzwecken erfolgt.

Personen, die nach Abschluss einer Ausbildung eine Spezial- oder Weiterausbildung beginnen, sind von dieser Regelung nicht erfasst.

Nicht erfasst von dieser Regelung sind bspw. Postdoktoranden oder Doktoranden, die bereits einen universitären Abschluss haben, oder Trainees. Ebenfalls sind Praktikanten oder Lehrlinge nicht erfasst, da deren Aufenthalt nicht zu Studienzwecken dient.

Als weitere Regelung ist der Art. 20 in der Modellfassung des OECD Doppelbesteuerungsabkommens zu betrachten. Dieser umfasst in seiner Anwendung einen weiteren Personenkreis, nämlich auch Lehrlinge und Praktikanten, ohne diese Begriffe weiter zu definieren. Nach Anwendungserlass soll nun nach dem konkreten Doppelbesteuerungsabkommen entschieden werden, ob der betroffene Lehrling oder Auszubildende von der Besteuerung befreit ist.

Im Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Dänemark und Deutschland ist in Art. 20 das Besteuerungsrecht für Ausbildungsgehälter grds. dem Entsendestaat zugeordnet.