Dänische Wirtschaft weiter mit Wachstumspotenzial – aber Arbeitskräftemangel bremst

Der dänische Arbeitsmarkt ist im sechsten Aufschwungjahr. So lange wächst bereits die Beschäftigung im Lande, unlängst wurde ein Rekord erreicht. Damit einher gehen Sorgen der Unternehmen, qualifizierte Kräfte für ihre Aufträge zu finden. Auch das Lohnwachstum hat sich auf 2,3 bis 2,6 % beschleunigt.

Während jedoch Arbeitskräftemangel ein vieldiskutiertes und -beobachtetes Problem ist, wächst die Beschäftigung kontinuierlich weiter. Das Arbeitskräfteangebot steigt in letzter Zeit durch höhere Erwerbsneigung und Zuwanderung aus EU-Ländern. Jedoch scheint es auch noch Potenzial bei der Aufstockung von Teilzeit auf Vollzeitbeschäftigung zu geben. Insgesamt ist aber damit zu rechnen, dass der Arbeitskräftemangel das Wirtschaftswachstum abschwächen wird.

Der private Verbrauch steigt langsam, aber sicher. Während nämlich die Löhne deutlich steigen, bleibt die Inflation auf niedrigem Niveau (erwartete Inflation 2018: 0,8 %).

Die Exporte haben in den letzten Jahren enttäuscht. Von 2012 bis 2017 sind sie nur um 10 % gewachsen (zum Vergleich sind Deutschlands Exporte um 17 % gestiegen). In letzter Zeit sind vor allem die Dienstleistungsexporte, speziell die Seetransporte unter Druck. Die Frachtraten für Container sinken nämlich deutlich.

Insgesamt sind laut den Volkswirten der Danske Bank für das Jahr 2018 1,6 % Wachstum zu erwarten. Für 2019 sind die Analysten etwas positiver gestimmt und prognostizieren 2,0 % Wachstum des Sozialprodukts.

 

Quelle und *Forecast: Danske Bank

Für deutsche Unternehmen bleibt Dänemark damit ein Wachstumsmarkt. Ihr Exportwachstum dürfte 2018 und 2019 zwischen 3,0 und 5,0 % liegen.

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