Deutsch-Dänischer Wirtschaftspreis 2019

Die Abstimmung ist abgeschlossen! Wer gewonnen hat, erfahren Sie am 14. November im Design Museum in Kopenhagen

Hoyer Motors

Hoyer Motors ist ein Unternehmen aus dem jütländischen Hadsten, das mit ca. 220 Mitarbeitern seit 1996 Elektromotoren produziert. Die Fertigung ist in China angesiedelt, bei den 120 Mitarbeitern in Dänemark liegen Logistik und Service. Seit 2000 ist Hoyer in Deutschland aktiv. Der Einstieg war eine Herausforderung, da der deutsche Markt für Elektromotoren extrem konkurrenzintensiv ist und deutsche Unternehmen bereits damals höhere Anforderungen an Zertifizierung und Dokumentation hatten als die Kunden in anderen Märkten. Hoyer Motors hat sich den hohen deutschen Anforderungen angepasst und ein stabiles Geschäft in Deutschland aufgebaut. Dass Hoyer sich den hohen Anforderungen des deutschen Markts gestellt hat, hat sich in der Folge auch positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit auf anderen Märkten ausgewirkt.

Mit steigenden Umsätzen war dann im Jahr 2012 die Zeit reif für eine deutsche Tochtergesellschaft. Die Tochtergesellschaft, platziert in München, hat 2019 sechs Mitarbeiter, die allesamt mit Verkauf beschäftigt sind. In den letzten Jahren sind die Umsätze stetig gestiegen. Mit der Lancierung einer neuen Deutschland-Strategie, die auf Priorisierung bestimmter Segmente und guter Verkaufsvorbereitung beruht, bekommt das Geschäft einen Schub: ein Umsatzwachstum von 13 Prozent im Jahr 2019 ist abzusehen. Seit 2015 ist damit das Geschäft um etwa ein Drittel auf knapp 10 Millionen Euro gewachsen, 2019 werden damit über 20 000 Elektromotoren nach Deutschland geliefert.

Mehr Informationen unter www.hoyermotors.de

Pressalit

 

Pressalit ist ein Familienunternehmen aus dem jütländischen Ry, das seit 1954 WC-Sitze und seit 1975 zusätzlich Badezimmer- und Küchenmöbel für Menschen mit körperlichen Behinderungen entwickelt und produziert. Produziert wird nur am Stammsitz in Jütland. Pressalit verkauft seine Produkte auf 45 Märkten weltweit, darunter ist Deutschland der größte Markt. Seit 1966 ist die Firma auf dem deutschen Markt aktiv. 1975 wurde die deutsche Tochtergesellschaft in Hamburg gegründet. Die Produkte werden über Großhändler, Installateure, Baumärkte und e-commerce Plattformen vertrieben.

Pressalit setzt bei seinem Geschäft auf Design, Qualität und soziale Verantwortung. Für die Designs hat Pressalit seit 2016 alleine fünf Red Dot Design Awards erhalten. Im Hinblick auf Qualität bekommen Kunden bei Pressalit 10 Jahre Garantie, wo Wettbewerber meist nur die gesetzliche Gewährleistung von 2 Jahren bieten. Mit der Kombination aus Design und Qualität ist es Pressalit gelungen, über Jahre gegen starke Konkurrenz den Marktanteil im Bereich WC-Sitze in Deutschland zu verteidigen. Damit steht Deutschland für 35 Prozent von Pressalits gesamten Umsatz. Seit dem Jahr 2000 wurden mehr als 11.500.000 Toilettensitze nach Deutschland verkauft. Erst vor wenigen Monaten hat Pressalit einen Großauftrag von einem namhaften deutschen Markenwarenhersteller gewonnen, der am Firmensitz in Jütland Auslastung und Beschäftigung für die etwa 150 Produktionsmitarbeiter auf Jahre sichert.

Mehr Info unter https://pressalit.com/de-de/

RAMBØLL

 

 

 

RAMBØLL ist eine engineering-Firma aus Kopenhagen mit global 15 500 Experten und 300 Büros. Seit 2012 ist Rambølls Umsatz in Deutschland durch fünf Akquisitionen und organisches Wachstum von 7 auf 60 Mio. Euro, die Mitarbeiterzahl von 120 auf 560 gewachsen. Neben klassischer Ingenieurarbeit wie Infrastrukturplanung versteht sich Rambøll als „sustainable society consultancy“: Über die Hälfte von Rambølls Geschäft hat 2018 einen positiven Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen der VN geleistet. Die Firma hat z. B. Kopenhagens 2025-Strategie zur Klimaneutralität erarbeitet und begleitet sie im Auftrag der Stadt. Eine Auswahl von Rambølls Projekten in Deutschland zeigt das breite Spektrum und den Schwerpunkt bei Nachhaltigkeit.

Rambøll ist ”Owners Engineer” für die Fehmarnbelt-Querung zwischen Deutschland und Dänemark, den längsten Absenktunnel der Welt. Rambøll hat jüngst die Windparks Borkum Riffgrund 1 und 2 sowie Baltic Eagle konzipiert. Für Berlin plant Rambøll derzeit sieben Radschnellverbindungen, Nürnberg und Dresden berät Rambøll zu ihren Digitalisierungsstrategien. Für Offenbach plant Rambøll die blau-grüne Infrastruktur des neuen Wohnviertels im ehemaligen Industriehafen und für das Umweltbundesamt erarbeitet Rambøll eine Studie zum ressourcenschonenden Rückbau von Onshore-Windturbinen.

Mehr Info unter https://de.ramboll.com/ oder www.ramboll.dk

 

 

Bewertung durch die Handelskammer:

Hoyer Motors ist ein Beispiel dafür, dass man auch als mittleres dänisches Unternehmen im wettbewerbsintensiven deutschen Markt Erfolg haben kann. Schlüssel für den Erfolg sind eine intelligente Wertschöpfungskette in Produktion und Vertrieb sowie Bereitschaft und Fähigkeit, sich dem deutschen Markt anzupassen und aus Erfahrungen zu lernen. Der Erfolg in Deutschland hat dabei zurückgewirkt auf das Gesamtgeschäft. Hoyers Erfolg in Deutschland ist Teil einer hohen unternehmerischen Leistung des jütländischen Unternehmens.

Bewertung durch die Handelskammer:

Pressalit ist seit über einem halben Jahrhundert auf dem deutschen Markt. Die Firma behauptet sich als Produzent aus dem Hochlohnland Dänemark bei einem Produkt, das oft über den Preis verkauft wird. Das in Deutschland beliebte dänische Design und hohe Qualität der Pressalit-Produkte sichern diesen Erfolg. Im Rennen um einen Großauftrag eines großen deutschen Herstellers hat Pressalit sich jüngst gegen starke Konkurrenz durchgesetzt. Die Eigentümerfamilie setzt auf Produktion am Stammsitz.

Bewertung durch die Handelskammer:

Rambøll hat in den letzten sieben Jahren ein bemerkenswertes Wachstum und unternehmerischen Erfolg in Deutschland gezeigt. Dabei bringt Rambøll dänische Erfolgsrezepte zu Infrastruktur- und Stadtplanung, Digitalisierung und Klimaschutz nach Deutschland und hilft damit Deutschland, grüner, nachhaltiger und digitaler zu werden. Mit dem Projekt Fehmarnbeltquerung arbeitet Rambøll an einem Jahrhundertprojekt zur Verbindung Deutschlands und Dänemarks.