"Kopenhagen macht's vor:
Raus aus dem Auto,
rauf aufs Rad"

REINER PERAU
Geschäftsführer

Sehr geehrte/r Björn Langfeldt,

Radfahrer sind weniger krank als ihre nichtradelnden Mitmenschen, weswegen sie auch weniger in ärztlicher Behandlung sind und seltener bei der Arbeit fehlen. Sie belasten die Städte nicht mit CO2 und Stickoxiden und entlasten die Straßen, so dass es nicht nur weniger Stau für den gewerblichen Verkehr gibt, sondern auch weniger Abnutzung des Straßensystems.

Quantifiziert man die Vorteile des Radfahrens, so kommt Dänemark laut einer neuen Studie auf etwa 45 Eurocent volkswirtschaftlichen Gewinns durch jeden zusätzlich gefahrenen Kilometer. Demgegenüber bringt Autofahren Kosten, vor allem während der Stoßzeiten.

Radfahren bringt also handfeste wirtschaftliche Vorteile. Deswegen setzt die Stadt Kopenhagen schon seit vielen Jahren auf das Fahrrad als Verkehrsmittel. Vor allem in den letzten Jahren hat das Radfahren in Kopenhagen noch einmal einen Schub bekommen (siehe Abbildung, Quelle: The City of Copenhagen).


Tägliche Fahrten durch das Kopenhagener Stadtzentrum 

Mit verantwortlich hierfür sind massive Investitionen der Stadt Kopenhagen in Radwege, Brücken, Tunnel und andere Maßnahmen, um die Attraktivität der Stadt für Radfahrer weiter zu erhöhen. Dahinter steckt eine auf 15 Jahre angelegte Fahrradstrategie der Stadt. Wichtige Eckpunkte der Strategie und zum Radfahren in Kopenhagen allgemein finden Sie in unserer Faktensammlung.

Andere Städte auf der Welt nehmen sich Kopenhagen zum Vorbild: Copenhagenisation – Stadtplanung, die dem Fahrrad Vorfahrt gibt – ist zum geflügelten Wort geworden. Ein weiterer Grund für das Interesse neben den bereits genannten volkswirtschaftlichen Vorteilen: Fahrradmaßnahmen sind für Städte relativ billig im Verhältnis zu solchen für den Autoverkehr. 

Wenn Radfahren gut für die Wirtschaft ist, können dann Unternehmen etwas tun? Sie können, wie das Beispiel der Ingenieurfirma Rambøll zeigt. Bei dem großen Kopenhagener Arbeitgeber können Mitarbeiter u.a. eine Fahrradwerkstatt kostenlos nutzen. Andere Arbeitgeber stellen gar Räder oder E-Bikes zur Verfügung.

Ich denke, dass sich deutsche Städte und Unternehmen von der Fahrradstadt Kopenhagen eine Scheibe abschneiden sollten. Auch angesichts der Diskussionen über Feinstaubbelastung in vielen deutschen Großstädten ist es sinnvoll, die Leute aus den Autos heraus und aufs Rad zu bringen.

Wollen Sie mehr darüber wissen, wie man das macht? Schreiben Sie mir gerne oder rufen Sie mich an.


Freundliche Sommergrüße

Geschäftsführer
Deutsch-Dänische Handelskammer

P.S.: Kommentare wie immer gerne direkt an rp@handelskammer.dk oder +45 33 41 10 31.

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