Ninna Suhr Poulsen
Head of Members & Communications, HR Manager Mitglieder & Kommunikation
+45 33 41 10 36 nsp@handelskammer.dkZu Beginn des Jahres 2026 treten in Deutschland mehrere Gesetzesänderungen in Kraft. Der Mindestlohn, verschiedene Sozialleistungen und diverse Steuerfreibeträge werden angehoben, während Rentner bessere Möglichkeiten für zusätzliches steuerfreies Einkommen erhalten. Gleichzeitig steigt der Preis für das Deutschlandticket, die Mehrwertsteuer auf Restaurantbesuche wird dauerhaft gesenkt und das Grundeinkommen wird zugunsten einer Grundsicherung mit strengeren Anforderungen abgeschafft. Außerdem werden neue Regelungen für Familien und Jugendliche eingeführt, die Wehrpflicht wieder eingeführt und die Krankenkassenbeiträge für gesetzlich Versicherte erhöht.
Das Stromnetz im Südwesten Berlins war Anfang Januar einem Angriff ausgesetzt, von dem rund 45.000 Haushalte und 2.000 Unternehmen betroffen waren. Der Angriff hat eine Debatte über die Anfälligkeit kritischer Infrastruktur ausgelöst. Gleichzeitig hat er zu Forderungen nach deutlich höheren Investitionen in den Zivilschutz und die Versorgungssicherheit geführt.
Die deutsche Wirtschaft wächst zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder, doch das Wachstum ist schwach. Das Bruttoinlandsprodukt stieg 2025 um 0,2 Prozent, und die Wirtschaftsleistung liegt weiterhin auf dem Niveau von 2019. Die Exporte werden durch US-Zölle und zunehmende Konkurrenz aus China belastet. Staatliche Investitionen dürften das Wachstum in den kommenden Jahren jedoch leicht ankurbeln.
Die meisten deutschen Unternehmen haben nach dem schwachen Wachstum im Jahr 2025 die Hoffnung auf einen deutlichen wirtschaftlichen Aufschwung im Jahr 2026 aufgegeben. Der Sonderfonds der deutschen Regierung dürfte das Wachstum nur geringfügig steigern. Vor allem die Bau- und Immobilienbranche könnte von den staatlichen Investitionen profitieren.
Deutsche Exporteure rechnen auch für 2026 mit schwachen Exporten in die USA und nach China. Beide Märkte sind wirtschaftlich weiterhin wichtig, doch US-Zölle, ein starker Euro und strukturelle Rahmenbedingungen in Deutschland stellen die Unternehmen vor Herausforderungen. Die strukturellen Gegebenheiten schwächen Deutschlands Attraktivität als Produktionsstandort. Gleichzeitig verlieren deutsche Unternehmen Marktanteile in China und reagieren darauf, indem sie verstärkt in China investieren oder die Produktion in andere asiatische Länder verlagern.
Markus Krebber erwartet sinkende Energiepreise vor dem Hintergrund staatlicher Zuschüsse zur Netzgebühr und eines wachsenden Angebots. Er schätzt zudem, dass die Gasversorgung unter normalen Winterbedingungen gesichert ist. Langfristig fordert er jedoch einen Ausbau der Gasinfrastruktur.
Photovoltaikanlagen produzieren in Deutschland erstmals mehr Strom als Braunkohlekraftwerke. Der Einsatz von Braunkohle und Steinkohle ist auf einen historischen Tiefstand gesunken. Der Anteil von Solarstrom stieg im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent. Erneuerbare Energien deckten auch im Jahr 2025 56 Prozent der Stromerzeugung ab, wobei Windkraft weiterhin die größte Energiequelle ist. Der Ausbau der Windenergie erreichte jedoch nicht die für 2025 festgelegten Ziele.
Start-ups werden als mögliche Hoffnung für die deutsche Wirtschaft hervorgehoben. Im Jahr 2025 gingen 471 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 10 Millionen Euro in Konkurs, das sind 25 Prozent mehr als im Jahr 2024. Gleichzeitig erreichte die Zahl der Unternehmensgründungen ein Rekordhoch, insbesondere bei Unternehmen, deren Geschäftsmodell KI beinhaltet.
Zalando schließt sein Logistikzentrum in Erfurt mit 2.700 Mitarbeitern zum Ende September. Die Schließung erfolgt im Rahmen einer Umstrukturierung nach der Übernahme von About You. Zalando verlängert zudem die Verträge mit drei externen Logistikzentren nicht. Künftig wird das gemeinsame Netzwerk von Zalando und About You aus 14 Logistikzentren in sieben Ländern bestehen.
Bosch präsentiert auf der Technologiemesse CES ein KI-basiertes Cockpit für Lkw, das eine personalisierte Bedienung über Sprachsteuerung und die Auswertung visueller Informationen ermöglicht. Darüber hinaus geht Bosch eine Partnerschaft mit einem amerikanischen Start-up zur Entwicklung selbstfahrender Lkw ein. Diese Initiative unterstreicht den strategischen Fokus von Bosch auf Software, digitale Dienste und einen wachsenden Markt in den USA.
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