Gesche Lohmann
PR & Communications Manager Mitglieder & Kommunikation
+45 32 83 00 88 gelo@handelskammer.dkDonald Trumps Drohung mit Strafzöllen gegen dänische Waren hat kurzfristig keine starken Auswirkungen auf die dänische Gesamtwirtschaft. Bestehende US-Zölle verursachen jedoch bereits hohe Kosten, besonders für kleine und mittlere dänische Unternehmen. Damit bleibt der US-Handel ein Belastungsfaktor für Teile der Wirtschaft.
Die dänische Regierung diskutiert über eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel. Mette Frederiksen neigt zu einer generellen Senkung. Venstre fordert ebenfalls eine allgemeine Senkung der Lebensmittelmehrwertsteuer, während die Moderaten die Mehrwertsteuer auf Obst und Gemüse vollständig abschaffen wollen.
Die dänische Verkehrsbehörde Færdselsstyrelsen will durch einen teilweisen Umstieg auf ein Open-Source-Programm mehr Kontrolle über eigene Daten gewinnen und die Abhängigkeit von großen IT-Anbietern reduzieren. Langfristig könnten viele staatliche IT-Nutzende auf das alternative System wechseln. Die Daten sollen dabei im eigenen staatlichen Rechenzentrum gespeichert werden.
Hohe Pestizidrückstände im Trinkwasser verstärken den politischen Druck auf strengere Regeln. Umweltminister Magnus Heunicke fordert einen besseren Schutz des Trinkwassers, während die Sozialdemokraten und die Moderaten ein Spritzmittelverbot in Trinkwassergebieten unterstützen. Venstre hält bislang an freiwilligen Lösungen für die Landwirtschaft fest, doch mit Moderaterne und der Opposition gäbe es eine Mehrheit für ein Gesetz.
Die Arbeitslosigkeit in Dänemark ist im November 2025 leicht gestiegen. Sie nahm um 500 Personen zu und lag insgesamt bei 88.600 Menschen. Arbeitsmarktexpert:innen führen den Anstieg auf eine stark wachsende Erwerbsbevölkerung zurück. Die Arbeitslosenquote bleibt mit 2,9 Prozent dennoch historisch niedrig.
Dänemark hat weiterhin das höchste Verbraucherpreisniveau in der EU. Die Preise liegen 41 Prozent über dem EU-Durchschnitt. Gleichzeitig liegt das dänische BIP 29 Prozent über dem EU-Durchschnitt. Nur Luxemburg liegt höher. Laut Danmarks Statistik hängen die hohen Preise mit den hohen Löhnen in wohlhabenden Ländern zusammen.
Die dänische Industrieproduktion ist im November 2025 um 5,7 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken. Damit verzeichnete die Industrie den zweiten Rückgang in Folge. Hauptursache war die Pharmaindustrie, die starken Schwankungen unterliegt. Auch die chemische Industrie und Ölraffinerien gingen deutlich zurück und belasteten den Gesamtindex.
Der deutsche Industriekonzern Freudenberg hat ein Übernahmeangebot für den dänischen Reinigungsgerätehersteller Nilfisk abgegeben. Der Vorstand empfiehlt den Aktionär:innen, das Angebot anzunehmen. Die drei größten Aktionäre, die zusammen 50,9 Prozent der ausstehenden Aktien und Stimmrechte besitzen, haben sich verpflichtet, das Übernahmeangebot anzunehmen.
Microsoft plant den Bau von drei neuen Rechenzentren in Westjütland und will dort eine neue Rechenzentrumsregion einrichten. Die Investition liegt im zweistelligen Milliardenbereich und ist die größte Investition von Microsoft in Dänemark. Nach der Fertigstellung werden rund 500 dauerhafte Arbeitsplätze erwartet.
Ein Konsortium aus Siemens Mobility und Stadler liefert neue vollautomatische S-Bahnen für Kopenhagen. DSB rechnet mit einer vollständigen Automatisierung des gesamten S-Bahn-Netzes bis 2040. Ziel ist eine deutlich höhere Taktung, um der steigenden Verkehrsbelastung in Kopenhagen zu begegnen.
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