Gesche Lohmann
PR & Communications Manager Mitglieder & Kommunikation
+45 32 83 00 88 gelo@handelskammer.dkDänemark und Deutschland haben sich über die Kostenverteilung für den Bau der Energieinsel Bornholm geeinigt. Bei Bornholm soll ein Offshore-Windpark entstehen, der Millionen Haushalte in Deutschland und Dänemark mit grünem Strom versorgen soll. Das Vorhaben kann zum größten Energieprojekt in der Geschichte Dänemarks werden und gilt als Meilenstein der bilateralen Energiepolitik.
Dänemark setzt beim Bau von fünf neuen arktischen Kriegsschiffen auf eine verteilte Produktionsstruktur mit staatlicher Endmontage in Frederikshavn. Ziel ist es, eine breitere industrielle Basis zu nutzen. Gleichzeitig sollen die nationale Industrie und die Versorgungssicherheit gestärkt werden.
Mehr als zwei Millionen Däninnen und Dänen erhalten im Frühjahr eine steuerfreie Lebensmittelprämie von bis zu 2.500 Kronen. Die Maßnahme richtet sich besonders an Haushalte, die stark unter hohen Lebensmittelpreisen leiden. Dazu zählen Familien mit Kindern, Rentner:innen, Arbeitslose und Studierende.
Neue Daten zeigen, dass die Vermögensungleichheit in Dänemark deutlich höher ausfällt als die Einkommensungleichheit. Während die Einkommensunterschiede moderat bleiben, sind die Unterschiede bei der Vermögensverteilung stärker ausgeprägt. Steigende Immobilienpreise verschärfen die Ungleichheit, während die Rentensysteme als Ausgleichsmechanismus wirken.
Das dänische BIP ist 2025 um 2,9 Prozent gewachsen. Laut Danmarks Statistik ist das ein sehr solides Ergebnis. Getragen wurde das Wachstum vor allem von der Pharmaindustrie, steigenden Staatsausgaben und einem wieder anziehenden privaten Konsum.
Das Vertrauen der Verbraucher:innen bleibt trotz Steuererleichterungen, niedrigerer Stromabgaben und robuster Konjunktur im Minus. Auch die Einschätzung der eigenen finanziellen Lage fällt schwach aus. Als mögliche Gründe werden Aktienverluste und hohe Lebensmittelpreise genannt. Gleichzeitig wird erwartet, dass steigende Einkommen und Entlastungen den Konsum 2026 spürbar ankurbeln könnten.
Aalborg Portland bewirbt sich um staatliche Fördermittel für CO₂-Speicherung und verhindert damit vorerst das Scheitern einer zentralen Klimaausschreibung. Ab 2030 sollen jährlich 1,4 Millionen Tonnen CO₂ unterirdisch gespeichert werden. Das Projekt gilt als entscheidend für das Erreichen des dänischen Klimaziels.
Novo Nordisk steht trotz Rekordgewinn vor erheblichen Herausforderungen. Der Pharmakonzern erwartet für 2026 erstmals seit 25 Jahren sinkende Umsätze. Preisdruck in den USA, verlorene Marktanteile und strategische Umbrüche erhöhen den Druck auf das Unternehmen deutlich.
DSV übernahm DB Schenker im September 2024 und will die Integration bereits Ende 2026 abschließen, zwei Jahre früher als geplant. Im Zuge der Fusion baute der dänische Logistikkonzern bis zu 10.000 Stellen ab. Der Umsatz stieg 2025 auf 33 Milliarden Euro, während der Nettogewinn wegen Integrationskosten in Höhe von 600 Millionen Euro auf 1,1 Milliarden Euro sank.
Ørsted trennt sich von seiner gesamten europäischen Onshore-Sparte und konzentriert sich künftig auf Offshore-Windenergie. Der Verkauf soll die Kapitalbasis nach Problemen in den USA stärken. Gleichzeitig schafft Ørsted damit Spielraum für neue Projekte in Europa.
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