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World Business Outlook Frühjahr 2026: Deutsche Unternehmen in Dänemark deutlich optimistischer als im globalen Vergleich

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Die Weltwirtschaft steht laut aktuellem AHK World Business Outlook der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) weiterhin unter erheblichem Druck. Geopolitische Spannungen – insbesondere der Nahostkonflikt – belasten die Erwartungen deutscher Unternehmen weltweit und dämpfen die Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung. Das globale Geschäftsumfeld gilt zunehmend als fragil und schwer kalkulierbar.

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© thitivong / iStock

 

Rund 4.500 im Ausland aktive deutsche Unternehmen oder Unternehmen mit enger Verbindung zu Deutschland haben an der Umfrage teilgenommen. Die Ergebnisse zeigen ein verhaltenes Gesamtbild: 21 Prozent der Unternehmen rechnen in den kommenden zwölf Monaten mit einer besseren konjunkturellen Entwicklung an ihren internationalen Standorten, während 32 Prozent von einer Verschlechterung ausgehen. Zwar stabilisiert sich die Geschäftslage deutscher Unternehmen im Ausland leicht (Saldo: +26 Punkte), doch die Konjunkturerwartungen bleiben deutlich negativ (Saldo: –11 Punkte). Auch Investitions- und Beschäftigungspläne fallen zurückhaltend aus. Haupttreiber sind steigende Energiepreise, zunehmende Lieferkettenstörungen und eine unsichere Nachfrageentwicklung.

 

Optimismus am Standort Dänemark

 

Im Gegensatz zur globalen Entwicklung zeigen sich deutsche Unternehmen in Dänemark deutlich optimistischer:

  • Geschäftslage: 52 Prozent bewerten ihre aktuelle Lage als „gut“, 39 Prozent als „befriedigend“ und 9 Prozent als „schlecht“. Der sich daraus ergebene Saldo von +43 liegt deutlich über dem weltweiten Saldo (+26) und dem EU-Saldo (+27).
  • Geschäftserwartungen: 44 Prozent erwarten eine bessere Geschäftsentwicklung, 43 Prozent eine gleichbleibende und 13 Prozent eine schlechtere Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten. Der Saldo von +31 liegt über dem weltweiten Wert (+28) und deutlich über dem EU-Wert (+16).
  • Konjunkturerwartungen: 61 Prozent rechnen mit einer gleichbleibenden Entwicklung, 26 Prozent mit einer Verbesserung und 13 Prozent mit einer Verschlechterung der konjunkturellen Entwicklungen in Dänemark in den nächsten zwölf Monate. Mit einem Saldo von +13 liegt Dänemark hier ebenfalls deutlich über dem weltweiten Saldo von -11 und dem EU-Saldo von -22.
  • Investitionen und Beschäftigung: 37 Prozent der Unternehmen planen höhere Investitionen, 50 Prozent gleichbleibende und 13 Prozent geringere. Auch bei Investitions- und Beschäftigungsabsichten liegt Dänemark über dem globalen und europäischen Durchschnitt.

 

„Während die Weltwirtschaft unter Druck steht, zeigt Dänemark seine Stärke als stabiler, verlässlicher und chancenreicher Markt für deutsche Unternehmen. Die enge und vertrauensvolle wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Dänemark zahlt sich gerade in herausfordernden Zeiten aus: Sie schafft stabile Rahmenbedingungen und eröffnet Unternehmen auf beiden Seiten weiterhin attraktive Perspektiven für dynamisches Wachstum und gemeinsame Entwicklung“, sagt Andreas Wenzel, Geschäftsführer der Deutsch-Dänischen Handelskammer.

 

Über den World Business Outlook

Um die aktuellen Rahmenbedingungen sowie Chancen und Herausforderungen für deutsche Unternehmen im Ausland besser zu verstehen, führt die DIHK in Zusammenarbeit mit dem globalen AHK-Netzwerk zweimal jährlich eine Umfrage durch. Sie richtet sich an deutsche Unternehmen im Ausland, Niederlassungen und Tochtergesellschaften sowie an Unternehmen mit enger Verbindung zu Deutschland. An der aktuellen Erhebung, die zwischen dem 16. März und dem 10. April 2026 durchgeführt wurde, nahmen mehr als 4.500 Unternehmen teil.

 

Den vollständigen Report sowie den statistischen Anhang mit den Ergebnissen der einzelnen Länder finden Sie hier.

 

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