Gesche Lohmann
Marketing & Communications Manager, Presse Mitglieder & Kommunikation
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Die aktuellen geopolitischen Entwicklungen zeigen deutlich: Ein starkes Europa ist zentral für wirtschaftliche Stabilität, Resilienz und Wohlstand. Exportorientierte Volkswirtschaften wie Deutschland und Dänemark sind in besonderem Maße auf offene Märkte, verlässliche Partnerschaften und einen leistungsfähigen europäischen Binnenmarkt angewiesen.
„Deutschland und Dänemark profitieren in besonderem Maße von einem starken europäischen Binnenmarkt und einer engen Zusammenarbeit. Deshalb ist es entscheidend, dass auch die neue dänische Regierung auf europäische Kooperation setzt, Investitionen erleichtert und bürokratische Hürden für Unternehmen abbaut“, sagt Martin Neubert, Vorstandsvorsitzender der Deutsch-Dänischen Handelskammer.
Bürokratie abbauen, Wettbewerbsfähigkeit stärken, Innovation fördern
Damit die deutsch-dänische Wirtschaft auch künftig erfolgreich bleibt, braucht es verlässliche und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen am Standort Dänemark. Das betrifft unmittelbar auch die bilateralen Handelsbeziehungen. Das deutsch-dänische Handelsvolumen ist im Jahr 2025 um 5,4 Prozent auf ein Allzeithoch von 39,2 Mrd. EUR gestiegen – damit dieser positive Trend anhält, müssen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen spürbar entlastet werden, denn sie bilden das Rückgrat der deutsch-dänischen Wirtschaftsbeziehungen. Weniger Bürokratie, eine konsequente Weiterentwicklung der Digitalisierung im europäischen Kontext sowie ein stärker integrierter Binnenmarkt sind zentrale Voraussetzungen für weiteres Wachstum und entscheidend, um die digitale Souveränität und Resilienz Europas zu stärken.
Unternehmen in Dänemark brauchen zudem verlässliche und planbare wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, damit Investitionen in Innovation, neue Technologien und Arbeitsplätze möglich bleiben. Innovation und Unternehmertum müssen sich weiterhin lohnen und dürfen nicht durch zusätzliche steuerliche Belastungen ausgebremst werden.
Deutsch-dänische Zusammenarbeit bei Zukunftsthemen ausbauen
Deutschland und Dänemark können gemeinsam eine führende Rolle bei zentralen Zukunftsthemen in Europa einnehmen – etwa bei der Energiewende, beim Ausbau erneuerbarer Energien oder bei Zukunftstechnologien wie Wasserstoff. Eine noch engere Zusammenarbeit kann wichtige Impulse für die europäische Transformation setzen und neue wirtschaftliche Chancen schaffen. Auch in Bereichen wie Verteidigung und Sicherheit besteht erhebliches Potenzial für eine intensivere deutsch-dänische Zusammenarbeit. Diese Themen sollten auch unter der neuen dänischen Regierung mit hoher Priorität und strategischer Konsequenz weiterverfolgt werden.
Fachkräfte sichern und Arbeitsmobilität erleichtern
Ein weiterer entscheidender Faktor für Wachstum und Innovation ist der Zugang zu qualifizierten Fachkräften. Dazu gehören einfachere und praxisnahe Regeln für internationale Arbeitskräfte, eine schnellere Anerkennung von Abschlüssen sowie eine stärkere Förderung der grenzüberschreitenden Arbeitsmobilität zwischen Deutschland und Dänemark.
Die Folketingswahl ist damit auch eine wichtige Weichenstellung für die wirtschaftliche Zusammenarbeit in Europa. Umso wichtiger bleibt es, die deutsch-dänische Zusammenarbeit weiter zu vertiefen und gemeinsam die Wettbewerbsfähigkeit Europas nachhaltig zu stärken.
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