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Wirtschaftsweisen erhöhen Wachstumsprognose für Dänemark deutlich

Der Dänische Wirtschaftsrat hat am 20. Oktober 2026 seine neue Konjunkturprognose veröffentlicht und die Wachstumserwartungen für Dänemark deutlich angehoben.

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© Narongrit Doungmanee / iStock

Für 2026 rechnet das unabhängige Beratungsgremium mit einem Wirtschaftswachstum von 4,2 Prozent gegenüber 1,9 Prozent in der Frühjahrsprognose. Gleichzeitig warnt der Wirtschaftsrat vor einer zu expansiven Finanzpolitik der Regierung, durch die 2027 die gesetzliche Defizitgrenze erreicht werden könnte.

 

 

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Wirtschaftswachstum: Das Bruttoinlandsprodukt  soll 2026 um 4,2 Prozent und 2027 um 1,8 Prozent steigen. Vor allem die Pharmaindustrie treibt das Wachstum an.
  • Inflation: Die Wirtschaftsweisen erwarten eine Inflationsrate von 1,8 Prozent für 2026 und 2,1 Prozent für 2027.
  • Arbeitsmarkt: Die Beschäftigung soll 2026 um 27.000 und 2027 um weitere 16.000 Personen steigen. Gleichzeitig dürfte die Arbeitslosigkeit bis 2027 auf 109.000 Personen zunehmen.
  • Öffentliche Finanzen: Das strukturelle Haushaltsdefizit könnte 2027 auf 1 Prozent des BIP steigen und damit die gesetzliche Obergrenze erreichen.
  • Finanzpolitischer Spielraum: Bis 2035 rechnet der Dänische Wirtschaftsrat mit einem finanziellen Spielraum von rund 11,5 Mrd. EUR – etwa 2,4 Mrd. EUR weniger als vom Finanzministerium geschätzt.

 

Der Dänische Wirtschaftsrat empfiehlt der Regierung daher, geplante finanzpolitische Lockerungen für 2027 zu reduzieren oder zu verschieben, um eine Überschreitung der Defizitgrenze zu vermeiden.

 

Lesen Sie hier den vollständigen Bericht des Wirtschaftsrats auf Dänisch.

  • Andreas Wenzel

    Andreas Wenzel

    Vorstandsmitglied CEO, Deutsch-Dänische Handelskammer

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