Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
- Die Sozialdemokraten um Mette Frederiksen sind mit 21,9 Prozent weiterhin die stärkste Kraft in Dänemark. Ihr Stimmanteil ist allerdings um 5,6 Prozent zurückgegangen, das ist das schlechteste Wahlergebnis der Partei seit 1903.
- Die anderen beiden aktuellen Regierungsparteien, Venstre und Moderaterne, haben ebenfalls Stimmen verloren: Venstre musste einen Rückgang um 3,2 Prozent verzeichnen und ist mit 10,1 Prozent nur noch knapp die größte Partei im blauen Block. Die Moderaten um Lars Løkke Rasmussen verloren 1,6 Prozent und liegen damit bei einem Stimmenanteil von 7,7 Prozent.
- Die größten Zugewinne konnte die Dansk Folkeparti erzielen, die um 6,5 Prozent zulegen konnte und damit bei 9,1 Prozent der Stimmen steht. Auch die Sozialistisk Folkeparti konnte um 3,3 Prozent zulegen und ist mit 11,6 Prozent der Gesamtstimmen in Zukunft zweitstärkste Partei im Folketing.
- Auch die Konservativen, Radikale Venstre, Liberal Alliance und Enhedslisten konnten leicht zulegen.
- Alle Parteien haben es über die 2 Prozent Sperrgrenze geschafft, sodass das neue Folketing insgesamt aus 12 Parteien bestehen wird.
In den nächsten Wochen einigen sich die Parteien jetzt auf eine neue Regierungsbildung. Für eine Regierung werden 90 Mandate benötigt, die allerdings weder der rote noch der blaue Block alleine erreicht. Lars Løkke Rasmussen von den Moderaten wird also zur entscheidenden Figur, da seine Partei das Zünglein an der Waage sein könnte. Denn sowohl der rote als auch der blaue Block sind auf die Unterstützung der Moderaterne angewiesen, sofern man sich nicht auf eine Minderheitsregierung verständigen kann. Die Regierungsbildung dürfte also kompliziert werden und bis der oder die neue dänische Staatsminister:in feststeht voraussichtlich noch etwas Zeit vergehen.