Der aktuelle Ausblick hebt folgende Entwicklungen hervor:
- Pharmaindustrie: Das starke BIP-Wachstum der vergangenen Jahre wurde maßgeblich von der Pharmaindustrie getragen. Auch in den kommenden Jahren dürfte der Sektor weiterhin etwa 0,5 bis 1 Prozentpunkt zum BIP beitragen, auch wenn insbesondere die sinkenden Preise des US-Marktes die Umsätze einzelner Unternehmen beeinflussen könnten.
- Arbeitsmarkt: Beschäftigung und Arbeitskräfteangebot sind in den vergangenen Jahren gleichzeitig gestiegen. Dadurch bleibt der Arbeitsmarkt stabil, während die Arbeitslosigkeit leicht zunahm. Das Lohnwachstum dürfte in den kommenden Jahren bei rund 3,5 % liegen, was zu einem ungewöhnlich hohen Reallohnwachstum führen wird, allerdings nicht höher als in den Handelspartnerländern.
- Inflation: Die Inflation ist zu Beginn des Jahres deutlich auf 0,8 % gesunken, vor allem aufgrund der (fast vollständigen) Abschaffung der Stromsteuer. Für 2026 wird daher eine Inflationsrate von etwa 1 % erwartet, bevor sie 2027 wieder auf knapp unter 2 % ansteigen dürfte.
- Privater Konsum: Steigende Löhne und Transferleistungen, ein deutlicher Rückgang der Inflation, Steuersenkungen und die Auszahlung der Lebensmittelprämie stärken die Kaufkraft der dänischen Haushalte. Nach einer Phase zurückhaltender Ausgaben könnte daher der private Konsum ab 2026 wieder stärker wachsen, insbesondere wenn Haushalte einen Teil ihrer hohen Ersparnisse nutzen.
- Immobilienmarkt: Der Aufschwung am Immobilienmarkt hält an. Landesweit stiegen die Preise im vergangenen Jahr um 7,5 % während Eigentumswohnungen sogar um 16,5 % zulegten. Besonders in Kopenhagen sind die Preissteigerungen deutlich, während gleichzeitig das Angebot niedrig bleibt.
- Exporte und Zahlungsbilanz: Dänemark verzeichnet weiterhin einen sehr hohen Überschuss in der Zahlungsbilanz. 2025 lag dieser bei 390,6 Milliarden DKK bzw. 12,8 % des BIP – ein neuer Rekord, der insbesondere durch Warenexporte angetrieben wurde, die einen Überschuss von 251,9 Milliarden DKK erzielten. Für die kommenden Jahre wird erwartet, dass der Überschuss weiterhin hoch bleibt, auch wenn das Wachstum etwas moderater ausfallen könnte.
Prognosen für ausgewählte Kennzahlen 2025-2027
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