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Analyse: Green Hydrogen and Power-to-X

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Diese Analyse der Deutsch-Dänischen Handelskammer beleuchtet das Zusammenspiel zwischen grünem Wasserstoff, Power-to-X (PtX) und der Energiezusammenarbeit zwischen Dänemark und Deutschland. Sie zeigt auf, wie die steigende Nachfrage in Deutschland mit der dänischen Erzeugung erneuerbarer Energien und PtX-Lösungen verknüpft werden kann. Gleichzeitig bietet die Analyse einen Überblick über Strategien, Projekte und Marktentwicklungen in beiden Ländern.

Hydrogen

Wie tragen grüner Wasserstoff und PtX zur grünen Wende bei? 
Grüner Wasserstoff und PtX spielen eine zentrale Rolle bei der Reduzierung der Treibhausgasemissionen, insbesondere in Sektoren, die schwer zu elektrifizieren sind. Die Technologien ermöglichen die Umwandlung von Strom aus erneuerbaren Energien in Kraftstoffe wie Ammoniak, Methanol und Methan, die in der Schwerindustrie, der Schifffahrt und der Luftfahrt eingesetzt werden können. Gleichzeitig dient Wasserstoff als Energiespeicher für überschüssigen Strom aus Wind- und Sonnenenergie. 

 

Warum ist Deutschland auf den Import von grünem Wasserstoff angewiesen?
Deutschland wird voraussichtlich einen deutlich steigenden Bedarf an Wasserstoff haben, verfügt jedoch nur über begrenzte Kapazitäten zur Erzeugung erneuerbarer Energien. Der Analyse zufolge wird die Nachfrage im Jahr 2050 etwa 270 TWh erreichen, wobei nur 31 % im Inland gedeckt werden können, während 69 % importiert werden müssen. Dies macht internationale Partnerschaften, insbesondere mit Nachbarländern, unerlässlich. 

 

Welche Rolle spielt Dänemark als potenzieller Exporteur?
Dänemark verfügt über gute Voraussetzungen für die Erzeugung von grünem Wasserstoff auf Basis von Windenergie. Die Produktion wird voraussichtlich den nationalen Bedarf übersteigen, was den Weg für Exporte ebnet. Es verfügt über ein Exportpotenzial von über 2 Milliarden Euro im Jahr 2030 und bis zu 28 TWh im Jahr 2040. Der Ausbau der Offshore-Windenergie, unter anderem durch Energieinseln mit einer Kapazität von bis zu 10 GW, unterstützt diese Entwicklung. 

 

Inwiefern unterscheiden sich die dänischen und deutschen Strategien? 
Die nationalen Strategien haben unterschiedliche Schwerpunkte. Deutschland und die norddeutschen Bundesländer legen besonderen Wert auf die direkte Nutzung von Wasserstoff, während Dänemark einen breiteren Fokus auf PtX-Technologien und die Herstellung von synthetischen Kraftstoffen legt. Gemeinsam ist den Strategien das Ziel, Industrie, Verkehr und Energiesysteme zu dekarbonisieren. 

 

Welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit gibt es zwischen Dänemark und Deutschland?
Die Zusammenarbeit bietet konkrete Möglichkeiten in den Bereichen Infrastruktur, Verkehr und Energie.

  • Eine mögliche Wasserstoffpipeline zwischen Esbjerg und Deutschland könnte eine Transportkapazität von bis zu 8,6 GW/h erreichen.
  • Täglich überqueren rund 5.000 Lkw die Grenze, was Potenzial für eine Wasserstoffinfrastruktur im Schwerlastverkehr schafft.
  • Eine Zusammenarbeit zwischen Häfen kann die Nutzung von Wasserstoffkraftstoffen in der Schifffahrt fördern.


Darüber hinaus deutet die Analyse darauf hin, dass der Wasserstoffmarkt wahrscheinlich regional geprägt sein wird, was die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Nachbarländern erhöht. 

 

Welche wirtschaftlichen und technologischen Entwicklungen prägen den Markt?

Es wird erwartet, dass die Kosten für die Erzeugung von grünem Wasserstoff bis 2050 sinken werden. Kurzfristig wird emissionsarmer Wasserstoff aus Erdgas mit CO₂-Speicherung als am kosteneffizientesten eingeschätzt, während grüner Wasserstoff langfristig wettbewerbsfähig werden könnte, sofern die Investitionskosten gesenkt werden. Gleichzeitig sind Nachhaltigkeitsanforderungen entscheidend, darunter die Nutzung weiterer erneuerbarer Energien und ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen. 

 

Welche politischen Initiativen unterstützen die Zusammenarbeit?
Mehrere politische Vereinbarungen stärken die Entwicklung. Die Erklärung von Esbjerg vom Mai 2022 legt ein gemeinsames Ziel von ca. 20 GW grüner Wasserstoffkapazität bis 2030 fest. Darüber hinaus haben Dänemark und Deutschland Vereinbarungen über gemeinsame Wasserstoffinfrastruktur und Energieinseln-Projekte geschlossen, darunter Bornholm, das voraussichtlich 4,5 Millionen Haushalte mit grünem Strom versorgen kann.

So wurde die Analyse zu grünem Wasserstoff und der dänisch-deutschen Zusammenarbeit erstellt

Die Analyse wurde von der Deutsch-Dänischen Handelskammer erstellt und fasst bestehende Strategien, Studien und Projektdaten aus Dänemark, Deutschland und der EU zusammen. Sie stützt sich unter anderem auf Analysen von Energieinstituten, Unternehmen und Behörden sowie auf konkrete Projekt- und Marktdaten.

Jetzt den vollständigen Bericht herunterladen:

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