Die Kandidaten 2016

PALOMAT

PALOMAT ist der weltweit führende Hersteller von Palettenmagazinen zum automatischen Stapeln und Entstapeln von leeren Paletten. Die Idee zu den Magazinen entstand 1992, um die Belastung für den Rücken von Lagerarbeitern zu verringern. Seitdem hat sich das Unternehmen ein internationales Händlernetzwerk für seine innovative Konstruktion aufgebaut.

Deutschland ist heute der wichtigste Markt, wo 25 Händler für 33 Prozent des Jahresumsatzes sorgen. Nach der Reorganisation der Händlerzusammenarbeit Ende 2014 konnte der deutsche Markt in den folgenden beiden Geschäftsjahren um 36 und 22 Prozent zulegen. Im ersten Halbjahr 2016 ist der weltweite Umsatz der Firma um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

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Bewertung der Handelskammer: PALOMAT hat mit einer Idee zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und -abläufe Erfolg. Deutschland spielt dabei eine Schlüsselrolle, weil dort ein Drittel des Jahresumsatzes erwirtschaftet wird. Namhafte deutsche Unternehmen wie Audi, Siemens, Beiersdorf, Rossmann und Bosch verwenden PALOMAT. Die Reorganisation des Vertriebs hat dem Deutschlandgeschäft Schub gegeben.

Scanwill Fluid Power

Scanwill Fluid Power, gegründet 2001, ist ein Nischenunternehmen mit 4 Mitarbeitern, das hydraulische Druckverstärkerlösungen entwickelt, produziert und verkauft. Scanwills Exportanteil liegt bei über 95 Prozent.

Deutschland ist der größte Markt für die Firma. Die deutschen Kunden stammen meist aus dem Maschinenbau, von Familienunternehmen bis zu Konzernen. Für Scanwill sind die hohen deutschen Produktanforderungen wichtig für die Weiterentwicklung. Die ISO-Zertifizierung, seit 2012, geht ebenfalls sehr auf deutsche Anforderungen zurück. Von 2010/2011 bis 2014/2015 ist der Umsatz in Deutschland um 27 Prozent gestiegen.

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Bewertung der Handelskammer: Scanwill Fluid Power zeigt, dass man auch als sehr kleines Unternehmen auf dem wettbewerbsintensiven deutschen Markt bestehen kann. Deutschland steht für fast die Hälfte des Umsatzes, das Wachstum ist stark. Im Unterschied zu vielen dänischen Unternehmen, deren Deutschlandgeschäft sich in Norddeutschland abspielt, ist Scanwill in allen Bundesländern vertreten.

Serenergy

Serenergy, Entwickler und Hersteller von Methanol-basierten Brennstoffzellen, wurde von zwei Absolventen der Aalborger Universität 2006 gegründet. Nach ersten Erfolgen mit Entwicklungsprojekten zum Beispiel für die Bundeswehr hat Serenergy an einem Forschungsprojekt für Brennstoffzellen auf Passagierschiffen teilgenommen. Im Rahmen des Projekts kam es zur Zusammenarbeit mit Fischer Eco Solutions aus dem Schwarzwald, einem Unternehmen der Fischer-Gruppe mit knapp 2000 Mitarbeitern.

Die Fischer-Gruppe erkannte die Möglichkeiten beim dänischen Unternehmen und beteiligte sich. Ende 2014 übernahm Fischer dann 100 Prozent der Anteile. Das hat für neues Wachstum bei Serenergy gesorgt, die Mitarbeiteranzahl hat sich von knapp 30 auf knapp 70 im Jahr 2016 erhöht.

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Bewertung der Handelskammer: Serenergy hat in Deutschland mit einer Zukunftstechnologie überzeugt und Erfolg gehabt, in Projekten und bei der Firma Fischer Eco Systems. Die Übernahme durch den deutschen Konzern beweist die Qualität und das Niveau der in Aalborg aufgebauten Firma. Mit Hilfe des deutschen Konzerns kann ein neues Kapitel der Erfolgsgeschichte geschrieben werden mit starkem Wachstum in Aalborg, wo die Forschung und Produktentwicklung für den Konzern liegt und ausgebaut wird. 

Tulip Food Company

Tulip Food Company ist ein dänischer Lebensmittelproduzent aus Randers, Jütland, mit Wurzeln, die weit zurückgehen: Die Marke Tulip wurde 1909 in Dänemark registriert. Das Unternehmen stellt eine breite Palette von Fleischwaren her, u.a. Aufschnitt, Würste, Dosenfleisch und Fertigmahlzeiten, die in mehr als 120 Ländern vertrieben werden.

Von den etwa 2.150 Mitarbeitern arbeiten 900 in Deutschland – die meisten davon in der Produktion der drei Fabriken in Oldenburg, Dinklage und Schüttorf. Der Jahresumsatz beträgt 5,1 Mia. Kronen. Deutschland ist ein wichtiger Markt für Tulip Food Company vor allem bei Frikadellen und konservierten Produkten, aber auch im Bereich Catering und „Slow-Cooked“-Produkte, wo Tulip Food Company innovative Produkte auf den Markt gebracht hat. In Deutschland ist der Umsatz in den letzten fünf Jahren um 40 Prozent gestiegen. 

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Bewertung der Handelskammer: Tulip ist mit seinen 900 Mitarbeitern in Deutschland einer der wichtigsten dänischen Investoren und Arbeitgeber. Die Investitionen der dänischen Traditionsmarke in den Ausbau der Deutschland-Aktivitäten waren enorm und haben sich durch beachtliche Umsatzsteigerungen bezahlt gemacht. Tulip steht damit für einen großen wirtschaftlichen Erfolg im deutsch-dänischen Geschäft.

VITA copenhagen

VITA Copenhagen produziert und verkauft Lampen im dänischen Design zu erschwinglichen Preisen. Die Kunden sind Möbel- und Lampengeschäfte, Design-Shops und Online-Händler. Nach der Gründung im Jahr 2009 ist die Firma rasch gewachsen. 2015 belegte sie deswegen den zweiten Platz im „Gazelle“-Wettbewerb der Wirtschaftszeitung Børsen.

Seit 2013 ist die Firma auf dem deutschen Markt aktiv und seit Juni 2015 gibt es die VITA Copenhagen Deutschland mit Sitz in Hamburg. Nach 3,1 Millionen Kronen Umsatz mit 45 Kunden im Jahr 2013 liegt die Umsatzschätzung für 2016 bei 16 Millionen Kronen mit 295 Kunden. 

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Bewertung der Handelskammer: VITA Copenhagen ist eine Erfolgsgeschichte in einer klassischen dänischen Branche, die das Dänischsein schon im Namen trägt. Sie hat Erfolg durch die Kombination von Geschäftssinn und gutem Design zu erschwinglichen Preisen. Das starke Wachstum und die Systematik des Herangehens überzeugen: Gegenüber dem ersten Jahr in Deutschland hat sich der Umsatz bis zu diesem Jahr verfünffacht.