Das Fehmarnbelt Business Council feiert 10-jähriges Bestehen

13.10.17

Von links: Reiner Perau ist Moderator einer Debatte zwischen Siegbert Eisenach, Michael Svane und Stephan Müchler. Fotograf: Olaf Malzahn

Wir sagen Herzlichen Glückwunsch zu 10 Jahren Entwicklungsarbeit an der Fehmarnbelt Verbindung und bedanken uns für das Bestreben, bessere Möglichkeiten für die Region zu schaffen.

Die Deutsch-Dänische Handelskammer gratuliert dem Fehmarnbelt Business Council (FBBC) zum 10-jährigen Bestehen. Das Jubiläum wurde vor kurzem mit einer Zeremonie in Kiel gefeiert. Der Präsident des FBBC, Siegbert Eisenbach, hob zu diesem Anlass hervor, dass eine feste Fehmernbelt Querung nicht nur von großer Bedeutung für Deutschland und Dänemark, sondern für ganz Europa sei.

„Es ist ein Projekt, das eine Lücke im europäischen Verkehrsnetzwerk schließen wird. Wir setzen uns für den Ausbau des Korridors ein, sodass auch die Landesteile rund um die Metropolregionen Hamburg und Kopenhagen/Malmö davon profitieren können.“ Damit die Wachstumsvision in der Fehmarn-Region überhaupt wahr werden kann, ist die feste Querung jedoch nicht genug. Siegbert Eisenbach sieht die Verbindung als wichtigen Bestandteil der regionalen Infrastruktur, allerdings „kann diese erst ihr volles Potential entfalten, wenn Straßen und Eisenbahnstrecken ausgebaut und an den Tunnel angebunden werden. Dies bedarf rechtzeitiger, grenzübergreifender Pläne und Entscheidungen.“

Gemeinsamen Arbeitsmarkt stärken
Bernd Buchholz, Schleswig-Holsteins Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus freut sich über den Einsatz der FBBC: „Die Region hat eine Stimme bekommen, die sich auf die positive Entwicklung konzentriert.“ Seiner Auffassung nach, wird die Fehmarnbelt Verbindung eine dynamische Achse zwischen Malmö und Hamburg darstellen. „Dies eröffnet Möglichkeiten für wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit. Darüber hinaus bietet es Ausbildungsmöglichkeiten mit guter Anbindung an Einrichtungen im jeweiligen Nachbarland und fördert somit einen gut ausgebildeten, gemeinsamen Arbeitsmarkt“, meint Bernd Buchholz.


Neue Ausbildungsmöglichkeiten in der Fehmarn-Region
Wie positiv die Auswirkungen grenzübergreifender Bauprojekte sein können, hebt der Vizepräsident der FBBC und Branchenleiter von Dansk Industri Transport, Michael Svane, hervor: „Erst durch die Brücke über den Großen Belt wurde Dänemark zu dem, was es heute ist. Erst dadurch ist das Land zusammengewachsen und es entstand ein neues geographisches Verständnis. Wir sollten daher die Chancen, die die Fehmarnbelt Querung bietet, nutzen, sowohl für die Wirtschaft in der Region als auch für die Menschen auf beiden Seiten der Verbindung.“ Michael Svane ist überzeugt, dass die feste Verbindung jungen Menschen in der Umgebung neue Möglichkeiten bieten wird, zu leben und sich jenseits der Grenzen auszubilden.

Zusammenarbeit stärkt die Entwicklung
Michael Svane zeigt sich optimistisch im Hinblick auf eine baldige Genehmigung des Tunnels von der deutschen Seite. Gleichzeitig spricht er sein Verständnis für die Einwände der Projektkritiker aus: „Bereits bei der Verbindung über den Großen Belt sind wir den Bedenken von Naturschützern begegnet und konnten daraufhin konkrete Optimierungen des Projektes vornehmen.“ In der Folge hatte sich gezeigt, dass viele der Befürchtungen unbegründet waren: „Der Ostsee geht es besser als zuvor, die ehemaligen Arbeiter der Fährverbindung haben neue Jobs gefunden und nicht zuletzt wurden neue Firmen entlang der Kopenhagen-Aarhus-Achse gegründet.“ Das gleiche gilt für die Öresundbrücke, bestätigt Stephan Müchler, Geschäftsführer der Südschwedischem Industrie- und Handelskammer. „Die Brücke zwischen Kopenhagen und Malmö hat gezeigt, wie wichtig es ist, frühzeitig daran zu arbeiten, die Lebens- und Arbeitsbedingungen in der gemeinsamen Region, mithilfe konkreter Initiativen, zu verbessern.“

Peter Hoffmann

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