Rohstoffe in Grönland: Viel Potenzial, keine Infrastruktur

Bei einer Veranstaltung in Freiberg/Sachsen konnten sich deutsche Unternehmen am 28. Mai über den möglichen Rohstoffpartner Grönland informieren. Die Deutsch-Dänische Handelskammer hatte in Zusammenarbeit mit dem Geokompetenzzentrum Freiberg viele Experten zum Thema zusammengebracht.

 

Die Deutsch-Dänische Handelskammer hat in Zusammenarbeit mit dem Geokompetenzzentrum Sachsen alle wichtigen Spieler zum Thema Rohstoffe in Grönland zusammengebracht. Vertreter der grönländischen Regierung, der wichtigsten Explorationsfirmen, des geologischen Dienstes für Dänemark und Grönland und viele andere Experten kamen nach Freiberg.

63 Teilnehmer der Veranstaltung erfuhren, dass Grönland bei vielen wichtigen Rohstoffen erhebliche Vorkommen hat. Unter anderem bei seltenen Erden und Erzen sind große Mengen verfügbar. Problematisch sind dabei der Mangel an Infrastruktur und das Klima.

Grönland ist etwa 6-mal so groß wie Deutschland, hat jedoch nur gut 50 000 Einwohner. Das Straßennetz beschränkt sich auf die wenigen Städte und Dörfer. Über 80 Prozent der Fläche Grönlands sind von Eis bedeckt.

Die Wege zu den Rohstoffvorkommen sind somit beschwerlich. Investoren müssen Verkehrs- und Energieinfrastruktur im Wesentlichen selbst mitbringen bzw. schaffen. Das muss bei der Planung von Projekten mitkalkuliert werden. Letzten Endes hängt die Wirtschaftlichkeit des Ressourcenabbaus somit von den Weltmarktpreisen für Rohstoffe ab.

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